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Die "POP-before-SMTP (Abschaltung am 01.06.2006)" Authorisations-Methode eines Mail-Servers

Wie wird der Mailaustausch mit dem Mailserver am besten auf autorisierte User bzw. solche User beschränkt, die sich mit POP (Post Office Protokoll) oder IMAP (Internet Message Access Protokoll) authentifiziert haben?

Beachten Sie bitte, dass die Authorisationsmethode "POP-before-SMTP" am 01.06.2006 abgeschaltet wird, da Sie nach heutigen Maßstäben veraltet ist und dann nur noch SMTP-Auth in Verbindung mit SSL Unterstützung findet.

Die CreativeNet eMail-Server für den Bereich Hosting unterstützen die Authentifikationsmethode, "POP before SMTP".

Warum muss eine Prüfung der Berechtigung zur Nutzung eines eMail-Servers durchgeführt werden? Dieses wurde notwendig, nachdem Ende der 90er Jahre es zum einem regelrechten Sport avancierte, unerlaubte Massen-eMails, sog. Spams, mit gefälschtem Absender über ungesicherte fremde SMTP Gateways zu versenden. Die Prüfung stellt sicher, dass nur registrierte Anwender einen Mailserver benutzen können.

Der große Vorteil für den Spammer - jenem Urheber der Massenmails - ist, dass er über eine einfache Einwahlverbindung-Verbindung eine einzige Mail an einem offenen SMTP-Relay-Server abgibt, und dieses Relay dann die eMail 100 tausendfach vervielfältigen kann. Außerdem entzieht sich der Spammer durch die Nutzung der fremden Rechen- und Bandbreitenkapazitäten den rechtlichen Konsequenzen, da er in der Regel nicht mehr identifizierbar ist.

Bei richtiger Implementierung der "POP-before-SMTP" Berechtigungsprüfung ist es möglich, sich gegen eine unauthorisierte Benutzung der SMTP Gateway zu schützen.

POP-before-SMTP Relaying arbeitet nach folgendem Muster:

  • Jedesmal, wenn ein User mit korrektem Paßwort eine Verbindung per POP mit dem Server aufbaut, speichert dieser die IP des sogenannten "Remote Client" für den späteren Gebrauch per SMTP (Mails versenden) ab.

  • Die IP wird zusammen mit einem Zeitstempel des Login in einer kleinen Datenbank-Datei gespeichert, die sich auf dem eMail-Server befindet. Diese Datenbank beinhaltet so eine Liste mit allen IP Nummern, denen es erlaubt ist, die SMTP Gateway zu benutzen. Sie wird vom MTA - Mail Transport Agent - während einer SMTP Transaktion abgefragt.

  • Sind die Daten des "Remote Client" bereits vorhanden, so lag vor dieser Aktion bereits eine korrekte POP-Authentifizierung vor und der SMTP-Vorgang wird gestattet.

  • Liegen keine Daten vor, so geht man davon aus, dass eine nicht authorisierte Person versucht, das SMTP-Relay-Gateway zu mißbrauchen.

In der Praxis bekommen Sie bei jeder Online-Sitzung von Ihrem Access-Provider eine neue IP Nummer zugewiesen. Holen Sie eMails per POP-Protokoll ab, so merkt sich der Server, daß eine erfolgreiche POP-Authentifizierung stattgefunden hat. Im Anschluß daran kann dann beliebig oft eine Mail über SMTP versendet werden.

Probleme bei Verwendung von POP-before-SMTP
Schließen Sie Ihre Internetverbindung und öffnen anschliessend erneut eine Verbindung mit dem Internet, so erhalten Sie von Ihrem Zugangsprovider eine neue dynamisch zugewiesene IP, die sich in der Regel von der ersten unterscheidet. Senden Sie jetzt sofort, so hat der Server mit dieser IP wahrscheinlich noch keine POP-Authentifizierung vorgenommen und gibt Ihnen die Fehler-Meldung "Relay not permitted. Please authorize first." zurück.

Problemlösungen

  • nutzen Sie die Authentifikationsmethode SMTP-Auth oder
  • verändern Sie die Bearbeitungsreihenfolge in erst Empfangen und dann Senden.
 


 
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